Am
Freitag, den 16.3.12 um 17.30 Uhr Linkenheim , Karlsruher Straße 82, vor der Einfahrt zum Einkaufszentrum (LIDL,REWE, Aldi …)
und am
Freitag, den 23.3.12 um 16.30 Uhr
in Linkenheim auf dem Rathausplatz
findet jeweils eine Kundgebung gegen das geplante Institut für Transurane (ITU) statt.
Warum gerade jetzt diese Kundgebungen?
Am 23.3.12 um 18:00 Uhr findet im Rathaus Linkenheim die öffentliche Gemeinderatssitzung statt, auf der über die Aufrechterhaltung oder die Rücknahme des Bebauungsplan (Hotel statt Atomanlagen im Hardtwald) abgestimmt wird.
Infos zur Gemeinderatsitzung in Linkenheim:
Am Freitag, dem 23.3.2012 um 18:00 Uhr wird der Gemeinderat von Linkenheim-Hochstetten über den Bebauungsplan und damit auch über die Fläche für einen beantragten Neubau des Atomforschungsinstituts „ITU“ auf dem Gelände des KIT Campus Nord in einer öffentlichen Sitzung abstimmen. Das ITU ist eines von 7 europ. Atomforschungsinstituten – diese haben als Aufgabe u.a. die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung der Akzeptanz der Atomenergie.
Monatelang war der Neubau in einer vom Land Baden-Württemberg initiierten Mediation öffentlich diskutiert worden. Das ITU will auf der Gemarkung Linkenheim-Hochstetten im Hardtwald nördlich von Karlsruhe ein neues Gebäude bauen und dort unter dem Deckmantel „Sicherheitsforschung“ und trotz des deutschen Atomausstiegs u.a. an Brennstoffen für die nächste Generation von Atomanlagen forschen.
Die schon vorhandenen Forschungsgebäude des ITU seien zwar „nicht unsicher“, aber man brauche ein „sichereres“ Gebäude (Zitat: Prof. Dr. Fanghänel, ITU-Vertreter bei der Mediation). Der Gemeinderat Linkenheim will einen eigenen Bebauungsplan auf dem Gelände der WAK nach deren Abriss, und keine neuen Atomanlagen.
Erst nach Abschluss! der Mediation wurde von der WAK angedeutet, dass die vorhandene Lagerkapazität für die radioaktiven Abfälle aus dem Abriss der WAK nicht ausreichen würde und deshalb ein weiteres Atommülllager, genannt „Pufferlager“, neu auf Linkenheimer Gelände gebaut werden müsse.
Zwischenlager sind keine Lösung für das Atomproblem.
Seit 1990 weiß man, dass die WAK zurückgebaut werden muss – und die Fachleute sind bislang nicht in der Lage gewesen, die Menge des anfallenden radioaktiven Mülls einzuschätzen?
Plutonium in der Umwelt
Als Folge der Aktivitäten des ITU werden – nicht nur über die Kamine – radioaktive Substanzen, auch Plutonium in die Umwelt (in genehmigten Mengen) abgegeben. Medizinisch gibt es keine Grenzwerte für Plutonium : Ein einziges Plutoniumteilchen kann Krebs auslösen.
ITU forscht für Zukunft der Atomkraft.
Bei der Mediation wurde übrigens von Seiten des ITU immer wieder darauf hingewiesen, dass das ITU auch in weiteren Forschungsgebieten, z.B. Medizin tätig ist.
Dagegen hat niemand etwas. Dass dem ITU aber vor allem die Forschung für neue, künftige Atomanlagen wichtig ist, war offensichtlich.
Prof. Dr. Fanghänel sprach im Falle einer Ablehnung des Neubaus und Behinderung der Forschung für künftige Atomanlagen von einem eventuellen Standortwechsel des ITU ins Ausland, und beschwor einen damit verbundenen Image-, Arbeitsplätze- und Wissensverlust für die Region und Deutschland.
Für unsere Gesundheit und für die von Hunderten von Generationen nach uns können wir auf das Image eines „Atomforschungsstandortes“ gern verzichten.
Nicht die weitere Verstrahlung der Erde über viele tausend Jahre darf das Resultat von Forschung sein.
Die Wissenschaft muss alle Mittel, alles Wissen und alles Können in die Forschung für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Speichertechnologien einbringen.