Archiv für März 2012

Protest gegen die Uranfabrik in Gronau

Bei
http://www.robinwood.de/index.php?id=760
findet Ihr alles Lesens- und Wissenswerte.

Verrostete Atommüllfässer auch bei der EnBW

Am

Montag, den 26.03.2012 um 16 Uhr , vor der EnBW, Durlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe

findet eine Kundgebung statt.
Schon wieder ein Atommüllskandal:
VERROSTETE ATOMMÜLLFÄSSER AUCH BEI DER ENBW

Warum diese Kundgebung?

In der Asse rosten 126000  Fässer vor sich hin und niemand hat bisher eine Lösung, wie Radioaktivität von der Umwelt ferngehalten werden kann- eine Lösung wird es wohl auch nicht geben

in Brunsbüttel (Vattenfall) wurde in einem Zwischenlager ein total durchgerostetes Fass in einem sog. Zwischenlager gefunden

im Zwischenlager Neckarwestheim (EnBW) wurde ein rostiges Fass gefunden 
(weitere werden vermutlich da und an anderen Standorten noch auftauchen)

Überall auf der Welt  – vom Mittelmeer bis Russland -  rosten Atommüllbehälter durch und verseuchen die Umwelt. Dagegen gibt es keine Hilfe, keine Medizin, nicht für uns, und nicht für unsere Kinder, Enkel, Ururururur…enkel.

Und es wird einfach weiter Atommüll produziert!

Schluss mit der Lüge, Atomkraft sei billig, unverzichtbar und sicher. Schluss mit Atomkraft

Prozesstermin morgen findet statt

(Der Angeklagte ist zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen á 15 Euro auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungszeit beträgt ein Jahr. Ob der Angeklagte in Berufung geht ist noch unklar.
Unklar blieb irgendwie auch, wie der Angeklagte in einem beidseitigen Kreuzfesselgriff noch in der Lage gewesen sein konnte, die Füsse gegen den Boden zu stemmen.)

Am morgigen Freitag, den 16.3.2012 10.30 Uhr findet am Amtsgericht Karlsruhe, Saal 1, wieder ein Prozess gegen einen Atomkraftgegner statt. Diesmal geht es um Widerstand gegen die Staatsgewalt in Form von „Zappeln“ bei der Nachttanzblockade 2011 in Karlsruhe Neureut.
Zeigen wir uns solidarisch und lassen den Angeklagten nicht alleine!

Gemeint sind wir alle.

Gegen das ITU auf die Straße

Am
Freitag, den 16.3.12 um 17.30 Uhr Linkenheim , Karlsruher Straße 82, vor der Einfahrt zum Einkaufszentrum (LIDL,REWE, Aldi …)

und am
Freitag, den 23.3.12 um 16.30 Uhr
in Linkenheim auf dem Rathausplatz

findet jeweils eine Kundgebung gegen das geplante Institut für Transurane (ITU) statt.

Warum gerade jetzt diese Kundgebungen?
Am 23.3.12 um 18:00 Uhr findet im Rathaus Linkenheim die öffentliche Gemeinderatssitzung statt, auf der über die Aufrechterhaltung oder die Rücknahme des Bebauungsplan (Hotel statt Atomanlagen im Hardtwald) abgestimmt wird.

Infos zur Gemeinderatsitzung in Linkenheim:
Am Freitag, dem 23.3.2012 um 18:00 Uhr wird der Gemeinderat von Linkenheim-Hochstetten über den Bebauungsplan und damit auch über die Fläche für einen beantragten Neubau des Atomforschungsinstituts „ITU“ auf dem Gelände des KIT Campus Nord in einer öffentlichen Sitzung abstimmen. Das ITU ist eines von 7 europ. Atomforschungsinstituten – diese haben als Aufgabe u.a. die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung der Akzeptanz der Atomenergie.
Monatelang war der Neubau in einer vom Land Baden-Württemberg initiierten Mediation öffentlich diskutiert worden. Das ITU will auf der Gemarkung Linkenheim-Hochstetten im Hardtwald nördlich von Karlsruhe ein neues Gebäude bauen und dort unter dem Deckmantel „Sicherheitsforschung“ und trotz des deutschen Atomausstiegs u.a. an Brennstoffen für die nächste Generation von Atomanlagen forschen.
Die schon vorhandenen Forschungsgebäude des ITU seien zwar „nicht unsicher“, aber man brauche ein „sichereres“ Gebäude (Zitat: Prof. Dr. Fanghänel, ITU-Vertreter bei der Mediation). Der Gemeinderat Linkenheim will einen eigenen Bebauungsplan auf dem Gelände der WAK nach deren Abriss, und keine neuen Atomanlagen.
Erst nach Abschluss! der Mediation wurde von der WAK angedeutet, dass die vorhandene Lagerkapazität für die radioaktiven Abfälle aus dem Abriss der WAK nicht ausreichen würde und deshalb ein weiteres Atommülllager, genannt „Pufferlager“, neu auf Linkenheimer Gelände gebaut werden müsse.
Zwischenlager sind keine Lösung für das Atomproblem.
Seit 1990 weiß man, dass die WAK zurückgebaut werden muss – und die Fachleute sind bislang nicht in der Lage gewesen, die Menge des anfallenden radioaktiven Mülls einzuschätzen?

Plutonium in der Umwelt
Als Folge der Aktivitäten des ITU werden – nicht nur über die Kamine – radioaktive Substanzen, auch Plutonium in die Umwelt (in genehmigten Mengen) abgegeben. Medizinisch gibt es keine Grenzwerte für Plutonium : Ein einziges Plutoniumteilchen kann Krebs auslösen.

ITU forscht für Zukunft der Atomkraft.
Bei der Mediation wurde übrigens von Seiten des ITU immer wieder darauf hingewiesen, dass das ITU auch in weiteren Forschungsgebieten, z.B. Medizin tätig ist.
Dagegen hat niemand etwas. Dass dem ITU aber vor allem die Forschung für neue, künftige Atomanlagen wichtig ist, war offensichtlich.
Prof. Dr. Fanghänel sprach im Falle einer Ablehnung des Neubaus und Behinderung der Forschung für künftige Atomanlagen von einem eventuellen Standortwechsel des ITU ins Ausland, und beschwor einen damit verbundenen Image-, Arbeitsplätze- und Wissensverlust für die Region und Deutschland.

Für unsere Gesundheit und für die von Hunderten von Generationen nach uns können wir auf das Image eines „Atomforschungsstandortes“ gern verzichten.

Nicht die weitere Verstrahlung der Erde über viele tausend Jahre darf das Resultat von Forschung sein.
Die Wissenschaft muss alle Mittel, alles Wissen und alles Können in die Forschung für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Speichertechnologien einbringen.

Fukushima-Jahrestag: Kundgebung in KA

Am Samstag, den 10.3.2012 von 14.00 Uhr – 16.00 Uhrauf dem Marktplatz
Beginn der Wanderkundgebung: Marktplatz 14.00 Uhr

Am 11.3.2011 lösten ein Erdbeben, der nachfolgende Stromausfall und ein Tsunami in Japan eine nicht fassbare atomare Katastrophe aus: In Fukushima schmolzen in drei Reaktoren und einem Abklingbecken die Brennelemente – der nächste Super-GAU nach Tschernobyl war eingetreten.

In Deutschland wurden 8 Atomkraftwerke abgeschaltet, 9 erhielten eine Laufzeitgarantie. Erst in 10 Jahren, Ende 2021 und 2022, sollen die letzten sechs Atomkraftwerke stillgelegt werden – Philippsburg 2 und Neckarwestheim 2 als die letzten 2 Reaktoren.
Unterdessen wird mit Steuergeldern bei Karlsruhe im Institut für Transurane (ITU) die nächste Reaktor-Generation entwickelt und für den Bau von Atomkraftwerken im Ausland gebürgt. Und es wird weiter Atommüll produziert – z.B. allein im Reaktor Neckarwestheim 2 jedes Jahr bis zu 53.000 Kilogramm hochradioaktiver Müll.
Atomausstieg sieht anders aus!